„Fühl nichts – Glaub nichts“ vollendet die Serie mit einem besonderen Statement.
Es ist das leichteste, hellste und zugleich transparenteste Motiv der Trilogie — und genau das macht es so stark.
Im Zentrum steht eine Figur, deren Brille völlig durchsichtig ist. Die seitlichen Elemente der rot-getönten Brille dehnen sich zu filigran und in flossenartiger Formen aus.
Dieses Objekt wirkt futuristisch, schützend, offen — wie ein Werkzeug, das Emotionen nicht dämpft, sondern filtert, klärt und kanalisiert.
Die Botschaft:
Wir sollen nicht weniger fühlen — wir sollen klarer fühlen.
Mit weniger Lärm.
Mit weniger Fremdeinflüssen.
Mit mehr Bewusstsein.
Die Farben auf der Leinwand — mutig, vielschichtig, expressiv — laufen über die Figur, als würden sie Emotionen selbst darstellen, die sich unter dem Einfluss der Brille neu ordnen.
Und dort, wo das Epoxid-Harz glänzt, leuchten bestimmte Linien wie ein inneres Navigationssystem.
Zart. Kraftvoll. Deutlich.
Philosophische Bedeutung – charmant und tief
Wir leben in einer Zeit, in der Gefühle oft als Überlastung empfunden werden:
Alles ist zu intensiv.
Zu viel.
Zu schnell.
Zu laut.
Hier sagt das Bild: „Du musst nicht alles fühlen, was auf dich einströmt.“
Es erlaubt uns, Emotionen mit einem Augenzwinkern zu betrachten:
Manchmal wäre es echt praktisch, wenn man eine Filterbrille fürs Herz hätte.
Eine Art emotionales WLAN-Passwort: Nur wer gefragt ist, kommt rein.
Aber natürlich weiß das Bild — und du weißt es auch — dass wir Gefühle nicht ausschalten sollten.
Wir sollen sie verstehen.
Wir sollen sie lesen können,
ohne uns von ihnen überrollen zu lassen.
Und der zweite Teil des Titels,
„Glaub nichts“, ist kein misstrauischer Appell.
Es ist ein liebevoller Hinweis, dass wir nicht jede innere Stimme ernst nehmen müssen, besonders die nicht, die uns kleinreden, zweifeln lassen, oder Drama anbietet, das wir gar nicht bestellt haben.
Es ist der humorvolle, aber kluge Hinweis:
Nicht jeder Gedanke verdient Glaubwürdigkeit.
Manche wollen einfach nur Lärm machen.
Painpoints unserer Zeit – leicht und mit Augenzwinkern
Emotionale Überforderung: Gefühle in HD-Qualität, immer und überall.
Social-Media-Intensität: Jeder Impuls wird zur Emotion, jede Emotion zur Wahrheit.
Überinterpretation: „Fühlt sich komisch an, also muss es wichtig sein.“
Innerer Kritiker: Der Teil in uns, der permanent kommentiert – meistens ungefragt.
Verirrte Glaubenssätze: „Ich bin nicht genug.“ „Ich kann das nicht.“ „Andere sind besser.“
Die durchsichtige Brille wirkt wie ein Upgrade.
Kein Schutzwall — eine Eleganz der Klarheit.
Sie hilft, die Welt wieder zu lesen,
wie man ein gutes Buch liest:
Seite für Seite.
Atemzug für Atemzug.
Nicht alles gleichzeitig.
Kunstrelevanz
Dieses Werk steht exemplarisch für zeitgenössische emotionale Symbolkunst:
Es verbindet figürliche Darstellung mit ikonografischen Objekt-Elementen, die psychologische Tiefe besitzen.
Die Transparenz der Brille wird zum stilistischen Schlüssel:
Sie macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt — inneres Licht, emotionale Schichten, mentale Muster.
Die Kombination aus Acrylmalerei, Epoxid-Harz-Akzenten, und den klar definierten, futuristischen Brillenelementen schafft eine ästhetische Balance zwischen Impulsivität und Präzision.
Das macht das Werk unikatsstark, sammelwürdig und eindeutig als Teil einer Serie zeitgenössischer Kunstwerke erkennbar.
Warum dieses Bild gebraucht wird
„Fühl nichts – Glaub nichts“ ist das Kunstwerk, das man in Situationen braucht, in denen Gefühle zu laut und Gedanken zu ernst werden.
Es schenkt:
• emotionale Klarheit
• Abstand zu überflüssigem Drama
• ein Gefühl von Selbstwirksamkeit
• innere Ruhe
• Bewusstheit statt Überforderung
• Leichtigkeit statt Gedankenschwere
Es erinnert uns daran:
Du darfst fühlen.
Aber du musst nicht alles glauben,
was deine Emotionen im ersten Impuls sagen.
Es macht stark,
sanft
und frei.
Und als dritter Teil der Trilogie ist es der Moment, in dem aus Chaos Klarheit wird, aus Überladung ein Sortieren, aus Lärm eine innere Melodie.